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Schach in der Pfennigparade

Am 30. Juni und am 1. Juli 2022 war es endlich soweit: Nach zweijähriger Pandemiepause konnte das 12. Schachturnier "Geistesblitz und Taktikwitz" in der Pfennigparade starten.

Unter der Schirmherrschaft von Verena Dietl, Münchens Sportbürgermeisterin, kamen 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Zweikampf am Schachbrett in die Pfennigparade. Zum Glück konnte das Schachtraining nach der ersten Coronapause vor zwei Jahren sehr rasch auf Online-Training umgestellt werden. So dass alle Teilnehmenden optimal vorbereitet an den Start gingen. In bis zu sieben Runden wurde von 09.00 Uhr bis in den frühen Nachmittag gespielt. Am ersten Tag gab es unter den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern eine klare Siegerin und am zweiten Tag bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen glücklichen Sieger.

Gefördert wird das wöchentliche Training von der Munich Residential durch Roman Krulich und Moritz Opfergeld. Die Schachstiftung München und die Pfennigparade danken sehr für die Bereitstellung der finanziellen Mittel.

Die vollständige Pressemitteilung der Münchener Schachstiftung finden Sie unter folgendem Link:

https://www.schachstiftung-muenchen.de/schachturnier-geistesblitz-und-taktikwitz/


Schach am Nachmittag

Pressemitteilung der Münchner Schachstiftung

Schach am Nachmittag: Munich Residential fördert das Schachtraining an der Grundschule an der Guldeinstraße. Am 20. Dezember 2021 war es endlich soweit: Die Förderer des Schachtrainings am Nachmittag an der Grundschule an der Guldeinstraße, Moritz Opfergeld und Roman Krulich, konnten am Schachtraining teilnehmen und sich über den schachlichen Kenntnisstand der Kinder informieren.

Seit Beginn des Schuljahres fördert Munich Residential das Schachtraining am Nachmittag an der Grundschule an der Guldeinstraße. Ein persönlicher Besuch war lange Zeit aufgrund der Coronabestimmungen nicht möglich. Umsomehr freute es die Kinder und die Schulleitung, Frau Stark, dass kurz vor Weihnachten nicht nur die Förderer vor Ort waren, sondern auch noch Weihnachtsgeschenke – ein Schachspiel und ein Schachbuch für die Kinder - mitgebracht haben.

Die Schachstiftung München und die Schulleitung der Grundschule an der Guldeinstraße, danken sehr für die Bereitstellung der finanziellen Mittel um das Training vor Ort durchzuführen.

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Warum Schach ein Boxkampf ist

Erschienen in Hallo München 8.12.2021

Die Schachwelt schaut auf Dubai: Noch bis Mittwoch, 15. Dezember, kämpft der Norweger Magnus Carlsen, Weltmeister seit 2013, gegen den russischen Spieler Jan Nepomnjaschtschi um seinen Titel. Die insgesamt 14 Partien besonders im Blick hat Stefan Kindermann: Der Schwabinger, der seit 1988 Schach-Großmeister ist, analysiert für die Süddeutsche Zeitung alle WM-Spiele. Von 1978 bis 1996 selbst Profispieler, leitet er heute die Münchener Schachakademie (MSA) und ist Vorstandsvorsitzender der Schachstiftung. Wie diese benachteiligte Kinder fördert und wieso der 61-Jährige Führungskräften Intuition lehrt, verrät er von A bis Z. Text:Romy Ebert-Adeikis

Den vollständigen Artikel können Sie als PDF downloaden.


Interview: Roman Krulich

Erschienen bei Rochade, Oktober 2021 | Download als PDF

1) Hallo Herr Krulich,
Sie sind Geschäftsführer der Immobiliengruppe Krulich und gründeten 2007 die Münchener Schachstiftung. Auch als Schachspieler haben Sie einiges erreicht, Sie nahmen 2008 an der Schacholympiade teil und erreichten eine Elo von 2250. Haben Sie heutzutage noch Zeit für Schach auf Wettbewerbsniveau?

Gelegentlich spiele ich persönlich noch offene Turniere. Ansonsten konzentriere ich mich aber lieber auf meine Sponsorentätigkeit für den SK König Plauen und MSA Zugzwang und vor allem auf die Förderung der Münchener Schachakademie und Münchener Schachstiftung. Im Lebenszyklus: "you learn, you earn, you return" befinde ich mich ja inzwischen in der dritten Phase.

2) 2016 wurden Sie für Ihre Verdienste mit dem Deutschen Scl,achpreis ausgezeichnet. Ihre Schachstiftung fördert insbesondere Kinder aus bildungsfernen Familien und mit Migrationshintergrund. Wie genau sieht Ihr Konzept aus? Ist es ein Programm, das sich über mehrere Jahre erstreckt?

Die Münchener Schachstiftung bietet seit 2007 schachbasierte Bildungsförderung an: Zahlreiche wissenschaftliche Studien weltweit belegen die positiven Auswirkungen des Schachtrainings auf Schulkinder, aber auch auf Senioren im Hinblick auf eine wirksame Demenz-Prophylaxe. Vor diesem Hintergrund habe ich die Münchener Schachstiftung 2007 als gemeinnützige Stiftung gegründet. Vorstandsvorsitzender der Münchener Schachstiftung ist Schachgroßmeister Stefan Kindermann, Schirmherr ist der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter. Mit unserem didaktischen Konzept „Schach nach Königsplan" vermitteln wir speziell Grundschulkindern in sozialen Brennpunkten ganz gezielt wichtige Fähigkeiten für ihre schulische Laufbahn und ihr privates Leben: Neben Konzentrationsfähigkeit und Kreativität stehen hier effektive Denkstrukturen und Problemlösekompetenz im Vordergrund, die ohne Leistungsdruck auf spielerische Weise unterrichtet werden.

Zielgruppen des Förderprogramms sind Kinder und Jugendliche in sozial benachteiligten Gebieten in München, Menschen mit Behinderungen, bedürftige Senioren sowie krebskranke Kinder und Jugendliche und Jugendliche mit psychosomatischen Erkrankungen.

Diese Förderprogramme sind grundsätzlich langfristig angelegt und laufen zumindest über ein Schuljahr, oft auch länger. Momentan werden pro Jahr etwa 1.350 Schulkinder einmal wöchentlich durch unsere Trainer unterrichtet. Ausführliche Informationen zu unseren Projekten sind unter www.schachstiftung-muenchen.de zu finden.

3) Wie sieht es momentan bei der Nachwuchsförderung generell aus? Was muss getan werden, damit in Deutschland mehr Kinder und vor allem mehr Mädchen Schach spielen? Kann Ihre Stiftung da einen entscheidenden Impuls geben?

Ich bin sicher, dass die Projekte unserer Münchener Schachstiftung und Münchener Schachakademie dazu beitragen, auch eine ganze Reihe von Talenten hervorzubringen, die später dem deutschen Schach positive Impulse geben können. Bei vielen unserer Schulprojekte arbeiten wir mit ganzen Klassen, so dass „ganz automatisch" auch viele Mädchen erreicht werden. Zudem kooperieren wir dabei eng mit unserem Schachverein MSA Zugzwang, dessen Sponsor ich bin. Hier haben wir seit mehreren Jahren eine Kinder-Jugendabteilung ins Leben gerufen, die von einem unserer Trainer intensiv betreut wird und auch regelmäßig an Turnieren teilnimmt.

4} Seit August fördern Sie ein brandneues Projekt im deutschen Frauenschach: Die „Powergirls". Sechs junge Spielerinnen werden gezielt von einem GM betreut. Was hat Sie dazu bewegt, dieses Projekt finanziell zu unterstützen?

Immer noch hat leider das Frauen- und Mädchenschach in Deutschland nicht den Stellenwert, der wünschenswert wäre. Erfahrungsgemäß spielen überzeugende Vorbilder aus dem Spitzensport eine große Rolle, um junge Talente zu motivieren. Vor diesem Hintergrund finde ich die Initiative von Schachakademie-Mitbegründer und Stiftungsvorstand Gerald Hertneck als neuem Referenten für Leistungsschach in Deutschland absolut unterstützenswert. Hier findet sich die offizielle Pressemitteilung (Auszug Schachbund.de):

„Dank der Förderung durch die Immobiliengruppe Krulich mit Sitz in München kann der Deutsche Schachbund im August 2021 ein neues Förderprogramm im Frauenschach auflegen. Sechs talentierte Nachwuchsspielerinnen im Alter von durchschnittlich 20 Jahren können in den nächsten 12 Monaten vermehrt an Turnieren teilnehmen und bekommen einen individuellen Trainer gestellt, mit dem sie wöchentlich arbeiten. Einige werden auch ein komplettes Schachjahr einlegen."

5} Wann haben Sie mit Schach angefangen? Welche Erinnerungen haben Sie an damals?

Mein Großvater hat mir mit fünf Jahren Schach beigebracht. Er war Lehrer und ein wirklich guter Didakt. Nach den Sommerferien habe ich dann gegen meinen Vater gewonnen. Das war für mich damals ein echtes Highlight. Mit 14 bin ich dann in einen Schachclub eingetreten. Seitdem hat mich Schach immer begeistert.

6} Was fasziniert Sie am Schachspiel?

Faszinierend finde ich natürlich die Vielfalt einerseits und die logische Struktur des Schachspiels andererseits. Es ist doch beruhigend, dass es im Schach fast immer nur einen „besten Zug" gibt. Im richtigen Leben würde man sich das auch manchmal wünschen, wenn schwierige Entscheidungen zu treffen sind.

7) Gibt es eine Partie, die Sie selbst gespielt haben und an die Sie immer wieder gerne zurückdenken?

An das Finale in Bad Aibling 2015 erinnere ich mich gerne. Mein jüngerer Gegner und ich waren beide recht nervös. Die Partie war nicht wirklich hochwertig, aber spannend war sie und am Schluss hatte ich das glücklichere Ende.

8} Was war das Ungewöhnlichste, was Sie jemals im Rahmen einer Schachveranstaltung erlebt haben?

Ich spielte 2011 in San Sebastian ein offenes Turnier. Viktor Kortschnoi hatte am Nebenbrett eine Partie gegen einen dominikanischen Großmeister, den ich gut kenne. Am Ende musste sich Kortschnoi mit dem Läufer gegen den Turm verteidigen. Der dominikanische Großmeister bot ihm ungefragt Remis an. Er erzählte mir nach der Partie, dass er Kortschnoi, der gesundheitlich schon offensichtlich recht angeschlagen war, nicht verärgern wollte. Wer die Blicke von Kortschnoi live gesehen hat, konnte diese Entscheidung gut verstehen. Ich bekam auf jeden Fall auf diesem Wege ein schönes Kortschnoi-Buch mit persönlicher Widmung.

9} Können Sie gut mit Niederlagen im Schach umgehen?

Wer Schach spielt und mit Niederlagen wirklich gut umgehen kann, muss wohl erst noch geboren werden. Aber ja, im laufe der Jahre bin ich gelassener geworden, vor allem, wenn ich verdient verliere, weil der Gegner einfach besser gewesen ist.

10} Wie gut können Sie Ihre schachlichen Fähigkeiten im Alltag anwenden?

Die Technikdes Perspektivwechselssetze ich im Geschäftsleben oft ein. Es ist wichtig zuzuhören und zu verstehen, welche Ziele die andere Partei hat und dann einen vernünftigen Kompromiss zu finden. Und Anstand und Respekt finde ich im Schach genauso wichtig wie im richtigen Leben.

11) Was sind Ihre nächsten schachlichen Ziele?

Persönlich habe ich derzeit keine schachlichen Ziele. Ich konzentriere mich mehr auf mein Schach-Sponsoring und vor allem auch darauf, dass die Münchener Schachakademie und die Münchener Schachstiftung weiterhin prosperieren. Je erfolgreicher wir sind, desto mehr Kinder können wir mit unserer Arbeit erreichen und das macht mich glücklich.

12} Haben Sie auf dem Schachbrett ein „Lieblingsfeld" ?

Mein Schachspiel ist wohl doch eher taktisch, daher ist f7 mein Lieblingsfeld, allerdings nur aus weißer Sicht:-).

13} Welche Schachspielerlnnen sind Ihre Vorbilder und aus welchem Grund?

Eines meiner Vorbilder ist mein langjähriger Freund Stefan Kindermann. Er hat schachlich sehr viel erreicht, aber er hat es vor allem auch geschafft, mit seinen Büchern, Vorträgen und seiner Arbeit für unsere Stiftung Schach vielen Menschen näher zu bringen. Besonders interessant finde ich das Thema, wie Denkstrategien aus dem Schach für Planen und Entscheiden im Beruf und Privatleben eingesetzt werden können. Dazu hat er mit Professor Robert von Weizsäcker das Strategiemodell "Königsplan" entwickelt und auch ein Buch dazu publiziert(www. koenigsplan.com). Inzwischen vermittelt er das erfolgreich in Form von Vorträgen und Seminaren, z.B. für die bayerische Regierung oder große Unternehmen. Bei den Damen fällt mir Sabrina Vega ein. Ich kenne sie persönlich aus Gran Canaria und sie hat bereits zweimal an Turnieren, die wir gesponsert haben, teilgenommen. Sie steht mitten im Leben und ist ein großes Vorbild für viele junge Spielerinnen, vor allem in Spanien.

14} Wie wird Ihrer Meinung nach die Schachwelt in 10 Jahren aussehen?

Meine große Hoffnung wäre, dass Schach noch weiter an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnt. Vielleicht lassen sich ja auch die Kultusministerien der Länder mal überzeugen, dass Schach ein perfektes Schulfach wäre. Es ist doch wunderbar, wenn Kinder das Gefühl haben, sie würden spielen, in Wirklichkeit aber verbessern sie ihre analytischen Fähigkeiten.

15) Welche Interessen haben Sie abgesehen vom Schach?

Ich bin dem Leben dankbar, dass ich vielseitige Interessen habe. Reisen und zeitgenössische Kunst gehören genauso dazu wie einige sportliche Aktivitäten. Zum Glück habe ich beim Golf bisher keinen Ehrgeiz entwickelt, sonst hätte ich für Schach gar keine Zeit mehr.


Ein großer Schritt nach vorn

Erschienen am 27.08.2021 bei Schachbund.de | Zum Original Artikel

Dank der Förderung durch die Immobiliengruppe Krulich mit Sitz in München kann der Deutsche Schachbund im August 2021 ein neues Förderprogramm im Frauenschach auflegen. Sechs talentierte Nachwuchsspielerinnen im Alter von durchschnittlich 20 Jahren können in den nächsten 12 Monaten vermehrt an Turnieren teilnehmen und bekommen einen individuellen Trainer gestellt, mit dem sie wöchentlich arbeiten. Einige werden auch ein komplettes Schachjahr einlegen.

Ziele des Programms

  • Erfahrungsgewinn in internationalen Turnieren
  • Signifikante Steigerung der Elozahl in den nächsten 12 Monaten mit Ziel Elo 2400
  • Stärkung der Nationalmannschaft der Frauen durch Integration von starken Nachwuchsspielerinnen
  • Bessere Sichtbarkeit des deutschen Frauenschachs in der Öffentlichkeit
  • Schaffung von Vorbildern für den Nachwuchsbereich

Das Programm wurde ins Leben gerufen und wird betreut vom neuen Referenten für Leistungssport, Großmeister Gerald Hertneck, leistungssport@schachbund.de.

Das Programm läuft zunächst bis Juli 2022 und soll im Erfolgsfall verlängert werden. Wir bedanken uns bei der Immobiliengruppe Krulich für die großartige Unterstützung dieses Projektes!


Schachturnier in der Pfennigparade

Artikel bei SCHACH NACHRICHTEN – 15.07.2019

In der Münchner Pfennigparade kümmert man sich um Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben und mit Behinderungen fertig werden müssen. Einmal im Jahr organisiert die Münchner Schachstiftung ein Schachturnier. | Fotos: Münchner Schachstiftung.

Geistesblitz und Taktikwitz: Teilnehmerrekord beim Schachturnier in der Stiftung Pfennigparade

Eine Behinderung muss kein Handicap sein – das bewiesen die 58 Schachspieler, die beim Schachturnier an der Stiftung Pfennigparade gegeneinander antraten. Können Menschen mit Behinderungen Schach spielen? – Aber sicher! Schach ist integrativ. Selbst Menschen mit schwersten Körperbehinderungen sind beim Schach erfolgreich.

Zum elften Mal hatte die Münchener Schachstiftung Anfang Juli in Kooperation mit der Stiftung Pfennigparade zum Turnier eingeladen. Gekommen waren mehr Schachspieler als je zuvor – erstmals waren knapp 60 Teilnehmer gemeldet! Ein Jahr lang hatten sich Menschen mit Behinderungen, die in der Stiftung Pfennigparade leben oder dort beschäftigt sind sowie SchülerInnen der Barlach-Schulen - auf das Turnier vorbereitet: Sie treffen sich jede Woche zum Schach, wobei sie von Schachtrainern der Münchener Schachakademie angeleitet und von Freiwilligen betreut werden.

Beim Schach macht der Sportsgeist alle gleich

Schirmherrin Natalie Schmid, die mit ihrem Verein Münchener für Münchener e.V. mehrere Senioren-Schachprojekte unterstützt hat, war überrascht:

„Ich finde es enorm beeindruckend, wie viele Emotionen hier zu spüren sind, mit wie viel Begeisterung alle Teilnehmer bei der Sache sind. Das Turnier zeigt deutlich, dass es beim Schach keine Grenzen gibt. Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche Erwachsene - alle spielen miteinander. Es herrscht absolute Chancengleichheit. Egal, wer gegen wen antritt – der Sportsgeist macht alle gleich.“

Wer die Figuren auf dem Brett nicht selbst bewegen kann, muss die Züge kommunizieren – das Ausführen erledigen Assistenten! Seit Jahren engagieren sich Freiwillige, wie z.B. RA Bernhard Schmid, der die Münchener Schachstiftung auch finanziell unterstützt, beim Turnier und den Trainings.

„Man merkt, dass es den Teilnehmern beim Turnier darum geht, gut Schach zu spielen. Doch sie haben auch viel Spaß! Hier sind Menschen aller Altersstufen mit vielfältigen Einschränkungen dabei. Eines verbindet sie: Alle spielen Schach! Schach ist ein großartiger Baustein zur Inklusion!“ freute sich Ehrengast Diana Stachowitz (MdL), die als Präsidentin des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern e.V. dem Schachsport besonders verbunden ist.

Schach verbindet Generationen, Menschen mit Behinderungen und Nichtbehinderte

Organisiert wird das jährliche große Schachturnier zu einem guten Teil von den Pfennigparaden-Schachspielern, allen voran Werner Schwarz und Alexander Bassarini. Dazu kommen Roman Hanig, Rektor der Barlachschulen, die mit der Stiftung Pfennigparade assoziiert ist, und das Team der Münchener Schachstiftung.

„Als mein Sohn klein war, habe ich ihn trainiert, jetzt ist er im Schachkurs in der Barlachschule. Der Kurs gefällt ihm gut! Ich freue mich sehr, dass wir beide, Vater und Sohn, gemeinsam bei dem Turnier mitmachen können“, berichtete Pau Prats-Iraola, der mit seinem Sohn Axel mit von der Partie war. „Es ist das erste Schachturnier für uns und eine sehr spannende Erfahrung. Das Turnier ist von den Organisatoren sehr gut vorbereitet. Mein Sohn spielt nächstes JJahr bestimmt wieder mit. Und wenn ich es einrichten kann, bin ich auch wieder dabei!“

Engagierte Förderer und Unterstützer bei der Preisverleihung

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Pfennigparade, Ernst-Albrecht von Moreau, überreichte den Turniersiegern mit Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, der Schirmherrin des Turniers von Seiten der Pfennigparade, Natalie Schmid, der Schirmherrin von Seiten der Münchener Schachstiftung, Ehrengast Diana Stachowitz (MdL SPD), sowie Stiftungsgründer Roman Krulich die Pokale, Medaillen und Urkunden. Jeder Teilnehmer erhielt dazu einen wertvollen Preis.

Dr. Helmut Pfleger, Schachgroßmeister und bekannter Schachbuch-Autor, war wie in den Jahren zuvor als Ehrengast ebenfalls vor Ort und stellte weitere Preise zur Verfügung! Gefördert wird das Schachprojekt von Munich Residential unter der Leitung von Roman Krulich und Moritz Opfergeld sowie von der Stiftung Pfennigparade.

Über die Münchener Schachstiftung

Die Münchener Schachstiftung bietet seit 2007 Bildungsförderung auf der Grundlage von Schach: Zielgruppen des Förderprogramms sind Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunktvierteln in München, Menschen mit Behinderungen, bedürftige Senioren sowie krebskranke Kinder und Jugendliche sowie Jugendliche mit psychosomatischen Beschwerden.

Die Münchener Schachstiftung wurde 2007 von Roman Krulich gegründet und ist als gemeinnützige Stiftung anerkannt. Vorsitzender der Münchener Schachstiftung ist Schachgroßmeister Stefan Kindermann, Schirmherr ist der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter.


10 Jahre Geistesblitz

Artikel in Das Band Ausgabe 03/2018

Eine Behinderung muss kein Handicap fürs Schachspielen sein – das bewiesen die knapp 60 Schachspielerinnen und -spieler, die beim großen Jubiläumsturnier in der Stiftung Pfennigparade gegeneinander antraten. Die Schirmherrschaft für das Turnier hatten Bahn-Chef Dr. Richard Lutz und Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan übernommen.

Den kompletten Artikel können Sie hier downloaden.


Stolze Bilanz einer Schachstiftung

Artikel im Schachmagazin (Auszug)

Jahr für Jahr honoriert der Deutsche Schachbund mit der Verleihung des Deut­schen Schachpreises „herausragende Ver­dienste um die Förderung des Schachs". Nicht bei jedem Preisträger war die Ver­leihung für jedermann einleuchtend, bei den meisten jedoch schon und ganz sicher war es 2016 der Fall, als Roman Krulich den Preis entgegennehmen durfte. Der Immo­bilienunternehmer war nämlich maßgeb­lich daran beteiligt, dass über seine sozial engagierte Schachstiftung und durch das weitere Sponsoring der Münchener Schach­akademie (MSA) tausende benachteiligte Menschen für das Schachspiel begeistert und gefördert wurden: Grundschulkinder in sozialen Brennpunkten, Autismus-Betrof­fene, Körperbehinderte, krebskranke Kinder und Jugendliche, junge Flüchtlinge sowie bedürftige Senioren.

Alles begann vor zehn Jahren, als die Ergebnisse einer vierjährigen wissenschaft­lichen Studie der Uni Trier veröffentlicht wurden, mit einer überaus positiven Bilanz: Kinder, die eine Stunde Schachunterricht pro Woche erhalten, können sich besser konzentrieren, ihr Lese- und Sprachver­ständnis und ihre mathematischen Fähigkeiten sind überdurchschnittlich, sie ent­wickeln eine gute Sozialkompetenz und steigern insgesamt ihre Intelligenz. Darauf­hin hatte sich in München eine Gruppe von Enthusiasten das Fernziel gesetzt: jedes Kind sollte die Möglichkeit bekommen, Schach zu lernen und von Schach zu profitieren. Der Weg zu diesem Ziel ist sehr lang, doch was „unterwegs" bereits erreicht wurde, ist beeindruckend.

Das didaktische Konzept heißt „Schach nach Königsplan", wurde von Großmeis­ter Stefan Kindermann (Schöpfer des Ma­nagementstrategie-Tools Königsplan, das die Denkstrategien der Schachgroßmeister analysiert und für alle zugänglich macht) und der Nationalspielerin Dijana Dengler gemeinsam entwickelt und wird wie folgt beschrieben: ,,Es handelt sich um eine ganz­heitliche Trainingsmethode, die mit Ele­menten wie Schachyoga, dem Konzentra­tionsspiel am Demobrett, Figurentheater, Schachquiz, Schachmathe u. v. m. alle Fähig­keiten spielerisch und ohne Druck fördert:'

Den Anfang machten Münchener Grundschulkinder an Brennpunktschu­len, aus der recht bald die Kooperation mit brotZeit e. V. hervorging. Kurz darauf wurde in der Pfennigparade das erste langjährige Behinderten-Projekt gestartet. Inzwischen bereitet die Münchener Schach­stiftung junge Migranten, darunter viele junge unbegleitete Flüchtlinge, auf ihren Schulabschluss und das Berufsleben vor.

Den kompletten Text können Sie im PDF nachlesen. Jetzt downloaden.


Spanischer Großmeister setzt sich im Foto-Finish durch

Artikel im Münchner Merkur

Francisco Vallejo Pons siegt im Münchner Weltklasse-Schachturnier vor Mitfavorit Nigel Short und der starken Anna Musitschuk.

Mit Francisco Vallejo Pons hat einer der drei Favoriten das Schnellschach-Turnier in München gewonnen. Der spanische Weltklasse-Groß­meister setzte sich im stärks­ten Schach-Wettbewerb in der Stadt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit 8,5 Punkten durch. Vallejo Pons lag am Wochenende nur einen hal­ben Zähler vor Mitfavorit Ni­gel Short und der überra­schend starken Anna Musit­schuk. Die Weltranglisten­dritte der Frauen blieb wie die beiden Herren der Schöpfung in den elf Runden ungeschlagen.

„Das war eine großartige Leistung von Anna", schwelgte Vallejo Pons in höchsten Tönen von der Ukrainerin. ,,Im direkten Du­ell versuchte ich alles und kämpfte hart um den Sieg - aber es reichte nicht", ließ der 34-Jährige die Partie gegen die acht Jahre jüngere Großmeis­terin Revue passieren. ,,So war es ein Foto-Finish", befand Paco, wie der Iberer in Schachkreisen genannt wird, mit Blick auf seinen Sieg beim ersten „Krulich-Cup". Short hieb in dieselbe Kerbe: ,,Anna zeigte eine außergewöhnliche Leistung und verdiente sich den geteilten zweiten Rang." Seinen Platz an der Sonne hielt der 51-Jährige für unver­dient. ,,Ich stand zweimal völ­lig platt und holte gegen Mi­chael Bezold und Anna noch 1,5 Punkte. Dagegen haut Pa­co bei dieser kürzeren Be­denkzeit alle schwächeren Gegner sicher weg."

Hinter dem Trio folgte der erste Münchner: Bezold zeigte in den Partien mit nur 20 Mi­nuten Bedenkzeit (plus zehn Sekunden Bonus pro ausge­führtem Zug) eine ausgezeichnete Leistung. Der Spitzenspieler des FC Bayern in der Bundesliga holte ausgezeichnete sieben Punkte und unterlag lediglich Vallejo Pons und unnötig gegen Short. Der dritte Topfavorit blieb so hinter dem 44-jährigen Bezold: Öterreichs Ass Markus Ragger musste sich mit sechs Punkten und Rang fünf zufrieden ge­ben. Das reichte knapp, um die erste Ex-Weltmeisterin auf Distanz zu halten: Antoaneta Stefanowa (5,5) landete zwi­schen der älteren Musitschuk­ Schwester und der jüngeren, der 24-jährigen Marija. Die zweite ehemalige Weltmeiste­rin kam als Siebtplatzierte wie Stefan Kindermann auf fünf Zähler.

Dicht dahinter folgten seine Bundesliga-Vereinskamera­den von MSA Zugzwang, Ge­rald Hertneck und Stefan Bromberger (je 4,5). Eine Kluft tat sich dann noch zu Sa­brina Vega Gutierrez auf, die Organisator Roman Krulich von seinem letzten gesponser­ten Turnier aus Gran Canaria her kennt. Die Spanierin kam auf drei Zähler. Weit abge­schlagen endete die 18-jährige iranische Nachwuchshoff­nung Dorsa Derakhshani (1), die lediglich zwei Remis retten konnte.

Die Topplatzierten hoffen wie viele Fans in der Landes­hauptstadt auf eine Fortset­zung des Krulich-Cups. ,,Der Wettbewerb war sehr gut orga­nisiert. Es hat echt Freude bereitet, daran teilzunehmen", lobte Short. ,,Die Organisation war großartig. Hier, waren Fachleute am Werk, hier stimmte jedes Detail", befand Vallejo Pons und adelte die Premiere mit den Worten: ,,Das ist definitiv eines der bes­ten Turniere der Szene!"

Text: Hartmut Metz
Fotos: David Llada aus Bilbao

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Beautiful Minds Krulich Cup

Schachturnier powered by Immobilien Krulich

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Münchner Schachakademie organisiert diese dank der großzügigen Unterstützung durch Immobilien Krulich ein Schnellschachturnier der Weltklasse: 12 Teilnehmer(innen), darunter zwei ehemalige Weltmeisterinnen und der Herausforderer von Garry Kasparov.

Das Programm

Samstag, 26. November 2016

  • 11:00 Uhr – 1. Runde
  • 12:00 Uhr – 2. Runde
  • 13:00 Uhr – Mittagspause
  • 14:30 Uhr – 3. Runde
  • 15:40 Uhr – 4. Runde
  • 16:30 Uhr – 5. Runde
  • 17:30 Uhr – 6. Runde

Sonntag, 27. November 2016

  • 11:00 Uhr – 7. Runde
  • 12:00 Uhr – 8. Runde
  • 13:00 Uhr – Mittagspause
  • 14:30 Uhr – 9. Runde
  • 15:40 Uhr – 10. Runde
  • 16:30 Uhr – 11. Runde
  • 18:00 Uhr – Siegerehrung

Die Teilnehmer
Mariya Olegivna Muzychuk, Anna Olegivna Muzychuk, Antoaneta Stefanova, Sabrina Neide Vega Gutierez, Dorsa Derakhshani, Nigel Daid Short, Francisco Vallejo Pons, Markus Ragger, Gerald Hertneck, Michael Bezold, Stefan Kindermann, Stefan Bromberger

Veranstaltungsort
Eden Hotel Wolf
Arnulfstraße 4
80335 München

Weitere Informationen und Kontakt
Münchener Schachakademie
Zweibrückenstraße 8/Rgb. A4
80331 München
info@mucschach.de
www.mucschach.de
Telefon: +49 89 95894330


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