arsago News
Erschienen im DEAL-Magazin, zum Originalartikel
Eine deutsche Versicherungsgruppe hat sich mehrheitlich an einem wesentlichen Teil des Wohnimmobilien-Bestandes der arsago Gruppe beteiligt. Insgesamt handelt es sich bei dem Portfolio um rund 2.100 vermietete Wohnungen mit einer Wohn-/Nutzfläche von ca. 130.000 qm, die in den Bundesländern Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt gelegen sind. Das Management des Portfolios bleibt in den Händen von arsago.
Die zwei Gründungspartner von arsago, Robert Bierich und Roman Krulich, äußern sich wie folgt: „Mit dieser Transaktion ist es uns gelungen, einen finanzstarken und langfristigen institutionellen Partner zu gewinnen. Wir haben es geschafft, für unsere bisherigen Investoren einen erfolgreichen Exit zu erzielen und gleichzeitig unserem neuen Investor einen marktgerechten Einstieg in Wohnimmobilien zu ermöglichen.“ Weitere Zukäufe sind geplant.
Begleitet wurde die Transaktion auf Käuferseite von der Kanzlei Allen & Overy. Auf Verkäuferseite waren die Kanzleien Ettrich Rechtsanwälte aus Frankfurt sowie Brummer und Partner mbB aus München tätig.
Warum Schach ein Boxkampf ist
Erschienen in Hallo München 8.12.2021
Die Schachwelt schaut auf Dubai: Noch bis Mittwoch, 15. Dezember, kämpft der Norweger Magnus Carlsen, Weltmeister seit 2013, gegen den russischen Spieler Jan Nepomnjaschtschi um seinen Titel. Die insgesamt 14 Partien besonders im Blick hat Stefan Kindermann: Der Schwabinger, der seit 1988 Schach-Großmeister ist, analysiert für die Süddeutsche Zeitung alle WM-Spiele. Von 1978 bis 1996 selbst Profispieler, leitet er heute die Münchener Schachakademie (MSA) und ist Vorstandsvorsitzender der Schachstiftung. Wie diese benachteiligte Kinder fördert und wieso der 61-Jährige Führungskräften Intuition lehrt, verrät er von A bis Z. Text:Romy Ebert-Adeikis
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Interview: Roman Krulich
Erschienen bei Rochade, Oktober 2021 | Download als PDF
1) Hallo Herr Krulich,
Sie sind Geschäftsführer der Immobiliengruppe Krulich und gründeten 2007 die Münchener Schachstiftung. Auch als Schachspieler haben Sie einiges erreicht, Sie nahmen 2008 an der Schacholympiade teil und erreichten eine Elo von 2250. Haben Sie heutzutage noch Zeit für Schach auf Wettbewerbsniveau?
Gelegentlich spiele ich persönlich noch offene Turniere. Ansonsten konzentriere ich mich aber lieber auf meine Sponsorentätigkeit für den SK König Plauen und MSA Zugzwang und vor allem auf die Förderung der Münchener Schachakademie und Münchener Schachstiftung. Im Lebenszyklus: "you learn, you earn, you return" befinde ich mich ja inzwischen in der dritten Phase.
2) 2016 wurden Sie für Ihre Verdienste mit dem Deutschen Scl,achpreis ausgezeichnet. Ihre Schachstiftung fördert insbesondere Kinder aus bildungsfernen Familien und mit Migrationshintergrund. Wie genau sieht Ihr Konzept aus? Ist es ein Programm, das sich über mehrere Jahre erstreckt?
Die Münchener Schachstiftung bietet seit 2007 schachbasierte Bildungsförderung an: Zahlreiche wissenschaftliche Studien weltweit belegen die positiven Auswirkungen des Schachtrainings auf Schulkinder, aber auch auf Senioren im Hinblick auf eine wirksame Demenz-Prophylaxe. Vor diesem Hintergrund habe ich die Münchener Schachstiftung 2007 als gemeinnützige Stiftung gegründet. Vorstandsvorsitzender der Münchener Schachstiftung ist Schachgroßmeister Stefan Kindermann, Schirmherr ist der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter. Mit unserem didaktischen Konzept „Schach nach Königsplan" vermitteln wir speziell Grundschulkindern in sozialen Brennpunkten ganz gezielt wichtige Fähigkeiten für ihre schulische Laufbahn und ihr privates Leben: Neben Konzentrationsfähigkeit und Kreativität stehen hier effektive Denkstrukturen und Problemlösekompetenz im Vordergrund, die ohne Leistungsdruck auf spielerische Weise unterrichtet werden.
Zielgruppen des Förderprogramms sind Kinder und Jugendliche in sozial benachteiligten Gebieten in München, Menschen mit Behinderungen, bedürftige Senioren sowie krebskranke Kinder und Jugendliche und Jugendliche mit psychosomatischen Erkrankungen.
Diese Förderprogramme sind grundsätzlich langfristig angelegt und laufen zumindest über ein Schuljahr, oft auch länger. Momentan werden pro Jahr etwa 1.350 Schulkinder einmal wöchentlich durch unsere Trainer unterrichtet. Ausführliche Informationen zu unseren Projekten sind unter www.schachstiftung-muenchen.de zu finden.
3) Wie sieht es momentan bei der Nachwuchsförderung generell aus? Was muss getan werden, damit in Deutschland mehr Kinder und vor allem mehr Mädchen Schach spielen? Kann Ihre Stiftung da einen entscheidenden Impuls geben?
Ich bin sicher, dass die Projekte unserer Münchener Schachstiftung und Münchener Schachakademie dazu beitragen, auch eine ganze Reihe von Talenten hervorzubringen, die später dem deutschen Schach positive Impulse geben können. Bei vielen unserer Schulprojekte arbeiten wir mit ganzen Klassen, so dass „ganz automatisch" auch viele Mädchen erreicht werden. Zudem kooperieren wir dabei eng mit unserem Schachverein MSA Zugzwang, dessen Sponsor ich bin. Hier haben wir seit mehreren Jahren eine Kinder-Jugendabteilung ins Leben gerufen, die von einem unserer Trainer intensiv betreut wird und auch regelmäßig an Turnieren teilnimmt.
4} Seit August fördern Sie ein brandneues Projekt im deutschen Frauenschach: Die „Powergirls". Sechs junge Spielerinnen werden gezielt von einem GM betreut. Was hat Sie dazu bewegt, dieses Projekt finanziell zu unterstützen?
Immer noch hat leider das Frauen- und Mädchenschach in Deutschland nicht den Stellenwert, der wünschenswert wäre. Erfahrungsgemäß spielen überzeugende Vorbilder aus dem Spitzensport eine große Rolle, um junge Talente zu motivieren. Vor diesem Hintergrund finde ich die Initiative von Schachakademie-Mitbegründer und Stiftungsvorstand Gerald Hertneck als neuem Referenten für Leistungsschach in Deutschland absolut unterstützenswert. Hier findet sich die offizielle Pressemitteilung (Auszug Schachbund.de):
„Dank der Förderung durch die Immobiliengruppe Krulich mit Sitz in München kann der Deutsche Schachbund im August 2021 ein neues Förderprogramm im Frauenschach auflegen. Sechs talentierte Nachwuchsspielerinnen im Alter von durchschnittlich 20 Jahren können in den nächsten 12 Monaten vermehrt an Turnieren teilnehmen und bekommen einen individuellen Trainer gestellt, mit dem sie wöchentlich arbeiten. Einige werden auch ein komplettes Schachjahr einlegen."
5} Wann haben Sie mit Schach angefangen? Welche Erinnerungen haben Sie an damals?
Mein Großvater hat mir mit fünf Jahren Schach beigebracht. Er war Lehrer und ein wirklich guter Didakt. Nach den Sommerferien habe ich dann gegen meinen Vater gewonnen. Das war für mich damals ein echtes Highlight. Mit 14 bin ich dann in einen Schachclub eingetreten. Seitdem hat mich Schach immer begeistert.
6} Was fasziniert Sie am Schachspiel?
Faszinierend finde ich natürlich die Vielfalt einerseits und die logische Struktur des Schachspiels andererseits. Es ist doch beruhigend, dass es im Schach fast immer nur einen „besten Zug" gibt. Im richtigen Leben würde man sich das auch manchmal wünschen, wenn schwierige Entscheidungen zu treffen sind.
7) Gibt es eine Partie, die Sie selbst gespielt haben und an die Sie immer wieder gerne zurückdenken?
An das Finale in Bad Aibling 2015 erinnere ich mich gerne. Mein jüngerer Gegner und ich waren beide recht nervös. Die Partie war nicht wirklich hochwertig, aber spannend war sie und am Schluss hatte ich das glücklichere Ende.
8} Was war das Ungewöhnlichste, was Sie jemals im Rahmen einer Schachveranstaltung erlebt haben?
Ich spielte 2011 in San Sebastian ein offenes Turnier. Viktor Kortschnoi hatte am Nebenbrett eine Partie gegen einen dominikanischen Großmeister, den ich gut kenne. Am Ende musste sich Kortschnoi mit dem Läufer gegen den Turm verteidigen. Der dominikanische Großmeister bot ihm ungefragt Remis an. Er erzählte mir nach der Partie, dass er Kortschnoi, der gesundheitlich schon offensichtlich recht angeschlagen war, nicht verärgern wollte. Wer die Blicke von Kortschnoi live gesehen hat, konnte diese Entscheidung gut verstehen. Ich bekam auf jeden Fall auf diesem Wege ein schönes Kortschnoi-Buch mit persönlicher Widmung.
9} Können Sie gut mit Niederlagen im Schach umgehen?
Wer Schach spielt und mit Niederlagen wirklich gut umgehen kann, muss wohl erst noch geboren werden. Aber ja, im laufe der Jahre bin ich gelassener geworden, vor allem, wenn ich verdient verliere, weil der Gegner einfach besser gewesen ist.
10} Wie gut können Sie Ihre schachlichen Fähigkeiten im Alltag anwenden?
Die Technikdes Perspektivwechselssetze ich im Geschäftsleben oft ein. Es ist wichtig zuzuhören und zu verstehen, welche Ziele die andere Partei hat und dann einen vernünftigen Kompromiss zu finden. Und Anstand und Respekt finde ich im Schach genauso wichtig wie im richtigen Leben.
11) Was sind Ihre nächsten schachlichen Ziele?
Persönlich habe ich derzeit keine schachlichen Ziele. Ich konzentriere mich mehr auf mein Schach-Sponsoring und vor allem auch darauf, dass die Münchener Schachakademie und die Münchener Schachstiftung weiterhin prosperieren. Je erfolgreicher wir sind, desto mehr Kinder können wir mit unserer Arbeit erreichen und das macht mich glücklich.
12} Haben Sie auf dem Schachbrett ein „Lieblingsfeld" ?
Mein Schachspiel ist wohl doch eher taktisch, daher ist f7 mein Lieblingsfeld, allerdings nur aus weißer Sicht:-).
13} Welche Schachspielerlnnen sind Ihre Vorbilder und aus welchem Grund?
Eines meiner Vorbilder ist mein langjähriger Freund Stefan Kindermann. Er hat schachlich sehr viel erreicht, aber er hat es vor allem auch geschafft, mit seinen Büchern, Vorträgen und seiner Arbeit für unsere Stiftung Schach vielen Menschen näher zu bringen. Besonders interessant finde ich das Thema, wie Denkstrategien aus dem Schach für Planen und Entscheiden im Beruf und Privatleben eingesetzt werden können. Dazu hat er mit Professor Robert von Weizsäcker das Strategiemodell "Königsplan" entwickelt und auch ein Buch dazu publiziert(www. koenigsplan.com). Inzwischen vermittelt er das erfolgreich in Form von Vorträgen und Seminaren, z.B. für die bayerische Regierung oder große Unternehmen. Bei den Damen fällt mir Sabrina Vega ein. Ich kenne sie persönlich aus Gran Canaria und sie hat bereits zweimal an Turnieren, die wir gesponsert haben, teilgenommen. Sie steht mitten im Leben und ist ein großes Vorbild für viele junge Spielerinnen, vor allem in Spanien.
14} Wie wird Ihrer Meinung nach die Schachwelt in 10 Jahren aussehen?
Meine große Hoffnung wäre, dass Schach noch weiter an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnt. Vielleicht lassen sich ja auch die Kultusministerien der Länder mal überzeugen, dass Schach ein perfektes Schulfach wäre. Es ist doch wunderbar, wenn Kinder das Gefühl haben, sie würden spielen, in Wirklichkeit aber verbessern sie ihre analytischen Fähigkeiten.
15) Welche Interessen haben Sie abgesehen vom Schach?
Ich bin dem Leben dankbar, dass ich vielseitige Interessen habe. Reisen und zeitgenössische Kunst gehören genauso dazu wie einige sportliche Aktivitäten. Zum Glück habe ich beim Golf bisher keinen Ehrgeiz entwickelt, sonst hätte ich für Schach gar keine Zeit mehr.
Ein großer Schritt nach vorn
Erschienen am 27.08.2021 bei Schachbund.de | Zum Original Artikel
Dank der Förderung durch die Immobiliengruppe Krulich mit Sitz in München kann der Deutsche Schachbund im August 2021 ein neues Förderprogramm im Frauenschach auflegen. Sechs talentierte Nachwuchsspielerinnen im Alter von durchschnittlich 20 Jahren können in den nächsten 12 Monaten vermehrt an Turnieren teilnehmen und bekommen einen individuellen Trainer gestellt, mit dem sie wöchentlich arbeiten. Einige werden auch ein komplettes Schachjahr einlegen.
Ziele des Programms
- Erfahrungsgewinn in internationalen Turnieren
- Signifikante Steigerung der Elozahl in den nächsten 12 Monaten mit Ziel Elo 2400
- Stärkung der Nationalmannschaft der Frauen durch Integration von starken Nachwuchsspielerinnen
- Bessere Sichtbarkeit des deutschen Frauenschachs in der Öffentlichkeit
- Schaffung von Vorbildern für den Nachwuchsbereich
Das Programm wurde ins Leben gerufen und wird betreut vom neuen Referenten für Leistungssport, Großmeister Gerald Hertneck, leistungssport@schachbund.de.
Das Programm läuft zunächst bis Juli 2022 und soll im Erfolgsfall verlängert werden. Wir bedanken uns bei der Immobiliengruppe Krulich für die großartige Unterstützung dieses Projektes!
Schachturnier in der Pfennigparade
Artikel bei SCHACH NACHRICHTEN – 15.07.2019
In der Münchner Pfennigparade kümmert man sich um Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben und mit Behinderungen fertig werden müssen. Einmal im Jahr organisiert die Münchner Schachstiftung ein Schachturnier. | Fotos: Münchner Schachstiftung.
Geistesblitz und Taktikwitz: Teilnehmerrekord beim Schachturnier in der Stiftung Pfennigparade
Eine Behinderung muss kein Handicap sein – das bewiesen die 58 Schachspieler, die beim Schachturnier an der Stiftung Pfennigparade gegeneinander antraten. Können Menschen mit Behinderungen Schach spielen? – Aber sicher! Schach ist integrativ. Selbst Menschen mit schwersten Körperbehinderungen sind beim Schach erfolgreich.
Zum elften Mal hatte die Münchener Schachstiftung Anfang Juli in Kooperation mit der Stiftung Pfennigparade zum Turnier eingeladen. Gekommen waren mehr Schachspieler als je zuvor – erstmals waren knapp 60 Teilnehmer gemeldet! Ein Jahr lang hatten sich Menschen mit Behinderungen, die in der Stiftung Pfennigparade leben oder dort beschäftigt sind sowie SchülerInnen der Barlach-Schulen - auf das Turnier vorbereitet: Sie treffen sich jede Woche zum Schach, wobei sie von Schachtrainern der Münchener Schachakademie angeleitet und von Freiwilligen betreut werden.
Beim Schach macht der Sportsgeist alle gleich
Schirmherrin Natalie Schmid, die mit ihrem Verein Münchener für Münchener e.V. mehrere Senioren-Schachprojekte unterstützt hat, war überrascht:
„Ich finde es enorm beeindruckend, wie viele Emotionen hier zu spüren sind, mit wie viel Begeisterung alle Teilnehmer bei der Sache sind. Das Turnier zeigt deutlich, dass es beim Schach keine Grenzen gibt. Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche Erwachsene - alle spielen miteinander. Es herrscht absolute Chancengleichheit. Egal, wer gegen wen antritt – der Sportsgeist macht alle gleich.“
Wer die Figuren auf dem Brett nicht selbst bewegen kann, muss die Züge kommunizieren – das Ausführen erledigen Assistenten! Seit Jahren engagieren sich Freiwillige, wie z.B. RA Bernhard Schmid, der die Münchener Schachstiftung auch finanziell unterstützt, beim Turnier und den Trainings.
„Man merkt, dass es den Teilnehmern beim Turnier darum geht, gut Schach zu spielen. Doch sie haben auch viel Spaß! Hier sind Menschen aller Altersstufen mit vielfältigen Einschränkungen dabei. Eines verbindet sie: Alle spielen Schach! Schach ist ein großartiger Baustein zur Inklusion!“ freute sich Ehrengast Diana Stachowitz (MdL), die als Präsidentin des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Bayern e.V. dem Schachsport besonders verbunden ist.
Schach verbindet Generationen, Menschen mit Behinderungen und Nichtbehinderte
Organisiert wird das jährliche große Schachturnier zu einem guten Teil von den Pfennigparaden-Schachspielern, allen voran Werner Schwarz und Alexander Bassarini. Dazu kommen Roman Hanig, Rektor der Barlachschulen, die mit der Stiftung Pfennigparade assoziiert ist, und das Team der Münchener Schachstiftung.
„Als mein Sohn klein war, habe ich ihn trainiert, jetzt ist er im Schachkurs in der Barlachschule. Der Kurs gefällt ihm gut! Ich freue mich sehr, dass wir beide, Vater und Sohn, gemeinsam bei dem Turnier mitmachen können“, berichtete Pau Prats-Iraola, der mit seinem Sohn Axel mit von der Partie war. „Es ist das erste Schachturnier für uns und eine sehr spannende Erfahrung. Das Turnier ist von den Organisatoren sehr gut vorbereitet. Mein Sohn spielt nächstes JJahr bestimmt wieder mit. Und wenn ich es einrichten kann, bin ich auch wieder dabei!“
Engagierte Förderer und Unterstützer bei der Preisverleihung
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Pfennigparade, Ernst-Albrecht von Moreau, überreichte den Turniersiegern mit Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, der Schirmherrin des Turniers von Seiten der Pfennigparade, Natalie Schmid, der Schirmherrin von Seiten der Münchener Schachstiftung, Ehrengast Diana Stachowitz (MdL SPD), sowie Stiftungsgründer Roman Krulich die Pokale, Medaillen und Urkunden. Jeder Teilnehmer erhielt dazu einen wertvollen Preis.
Dr. Helmut Pfleger, Schachgroßmeister und bekannter Schachbuch-Autor, war wie in den Jahren zuvor als Ehrengast ebenfalls vor Ort und stellte weitere Preise zur Verfügung! Gefördert wird das Schachprojekt von Munich Residential unter der Leitung von Roman Krulich und Moritz Opfergeld sowie von der Stiftung Pfennigparade.
Über die Münchener Schachstiftung
Die Münchener Schachstiftung bietet seit 2007 Bildungsförderung auf der Grundlage von Schach: Zielgruppen des Förderprogramms sind Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunktvierteln in München, Menschen mit Behinderungen, bedürftige Senioren sowie krebskranke Kinder und Jugendliche sowie Jugendliche mit psychosomatischen Beschwerden.
Die Münchener Schachstiftung wurde 2007 von Roman Krulich gegründet und ist als gemeinnützige Stiftung anerkannt. Vorsitzender der Münchener Schachstiftung ist Schachgroßmeister Stefan Kindermann, Schirmherr ist der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter.
KanAm kauft 2 weitere Objekte in München
Artikel in DEAL MAGAZIN – 27.11.2018
Für einen ihrer Immobilienfonds für Institutionelle Investoren hat die KanAm Grund Group zwei weitere Objekte in München erworben. So investierte der Fokus Süddeutschland Fonds im Osten der bayerischen Metropole in das Objekt „Am Moosfeld“ in der Valentin-Linhof Straße, einer Großhandelshalle mit Büro- und Verkaufstrakt, sowie im westlichen Pasing in ein Bürohaus mit Wohneinheiten am Haidelweg. München ist neben Stuttgart und Frankfurt mit drei Objekten der größte Investitionsstandort des Fokus Süddeutschland Fonds, der sich auf Deutschlands wirtschaftsstärkste Regionen im Süden konzentriert. Der erst vergangenes Jahr aufgelegte Fonds hatte bereits im Frühjahr bei Oberhaching ein mehrstöckiges, hauptsächlich als Büro- und zur Produktion genutztes Gebäude an der Raiffeisenallee erworben. In Frankfurt-Höchst kaufte der Fonds sich bereits in High-Street-Shopping in der Fußgängerzone ein, in der Stuttgarter Cloud No 7 erwarb der Fonds das erste deutsche Designhotel der Marke „Jaz“, die von der Steigenberger Hotels AG betrieben wird sowie eine Einzelhandelsfläche und Parken.
Die Metropolregion München ist dabei ein zentraler Bestandteil des Fondskonzeptes. Auf die südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen entfallen rund 36 Prozent der deutschen Bevölkerung, zudem weisen diese Regionen überwiegend eine positive Bevölkerungsprognose auf. Die drei Bundesländer sind die einkommensstärksten Regionen Deutschlands mit den geringsten Arbeitslosenquoten. In Süddeutschland liegen mit München, Frankfurt und Stuttgart drei der TOP-Immobilienstandorte mit internationaler Bedeutung. Diese Standorte deckten im Vorjahr rund 44 Prozent des Büroflächenbestandes und etwa 61 Prozent des Investitionsvolumens der sogenannten BIG 7 ab. Das Rhein-Main-Gebiet, die Metropolregionen Rhein-Neckar, Nürnberg und München beheimaten zudem robuste Immobilienstandorte mit nationaler und regionaler Bedeutung. Beim Einzelhandel liegen sieben der zehn bedeutendsten Standorte in Süddeutschland, darunter in Mannheim, Nürnberg und Freiburg.
Matching und Scoring
Bei der Auswahl geeigneter Objekte in dieser Zielregion geht das Fondsmanagement mit qualitativer und quantitativer Analyse vor. So werden laufend die 16 definierten Zielmärkte anhand von 39 Indikatoren untersucht. Diese Ergebnisse aus Bevölkerungsstruktur, Wirtschaftskraft, Standorteigenschaften sowie nutzungsspezifischen Kennzahlen werden durch Ratinganalysten interpretiert. Anschließend gehen die quantitativen und qualitativen Ergebnisse jeweils zur Hälfte in das Gesamtscoring ein, um beim Matching von Standort und Nutzungsart – Büro, Einzelhandel, Hotel oder Wohnen - die potenziellen Ankaufsobjekte zu gewichten nach „empfohlen“, „Chance“ oder „nicht empfohlen“ zu klassifizieren und dem Fondsmanagement damit eine transparente Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben.
Die neuen Objekte im Münchener Osten und Westen
Bei dem Objekt „Am Moosfeld“ handelt es sich um eine Großhandelshalle mit Büro- und Verkaufstrakt. Beiden Nutzungsarten sind in zwei räumlich voneinander getrennten Gebäudeteilen angeordnet. Das ursprünglich 1984 erbaute Objekt wurde 2017 bis auf die Stahlkonstruktion vollständig abgetragen und neu gebaut. Der angrenzende zweigeschossige Kopfteil mit Verkaufs- und Büroflächen wurde 2017 neu errichtet. Der Verkaufs- und Büroanbau ist über eine Schleuse mit einer Lagerhalle verbunden. Zu dem Objekt gehören 26 außenliegende Stellplätze. Bisherige Eigentümerin und Vermieterin ist die Aurelis Real Estate, die das Objekt in den vergangenen Jahren nach Mieterwünschen generalsaniert sowie den zweigeschossigen Neubau erstellt hat. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Das Objekt ist an die Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH vermietet. Diese nutzt das Objekt durch die Vertriebsmarke Raab Karcher Baustoffhandel. Der Konzern gehört zu den 100 größten Industrieunternehmen der Welt. Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen von Hochbau bis Tiefbau aus den verschiedensten Gewerken.
Das Gewerbegebiet „Am Moosfeld“ befindet sich im Osten Münchens im Stadtbezirk Trudering-Riem und zählt zu den begehrtesten Standorten für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Es ist vor allem durch bau- und automobilnahe Firmen wie BayWa, DEKRA und Würth geprägt. Durch die sehr gute Autobahnanbindung – 20 Minuten bis zur Innenstadt, 35 Minuten bis zum Flughafen - ist das Gewerbegebiet hervorragend für diese Branchen geeignet.
Das Objekt „Haidelweg“ liegt im Münchener Stadtteil Pasing-Obermenzing südwestlich des Münchener Stadtzentrums. Die öffentliche Verkehrsanbindung ist sehr gut. Die Bushaltestelle „Siedlung am Haidelweg“ ist nur 400 m vom Objekt entfernt, die Buslinie 265 führt innerhalb von sieben Fahrminuten zur S-Bahn-Haltestelle München Pasing. Von dort erreicht man in zehn Minuten den Münchener Hauptbahnhof.
Das gemischt genutzte Gebäude (Büro, Lager, Wohnen) wurde 2001 gebaut und erst dieses Jahr modernisiert. Es verfügt über drei (westlicher Gebäudeteil) beziehungsweise vier (mittlerer und östlicher Gebäudeteil) oberirdische Geschosse und ein Untergeschoss. Das Bürogebäude und die angrenzende „WEG Haidelweg 50-52“ sind über die im Untergeschoss angeordnete Tiefgarage miteinander verbunden. Das Dachgeschoss des mittleren und östlichen Gebäudeteils wird wohnwirtschaftlich genutzt (insgesamt 6 Wohneinheiten). Zu den vier Büroflächen zählt auch eine Kita. Es gibt 53 Tiefgaragenstellplätze, vierzehn Außenstellplätze sowie sieben weitere Stellplätze in der Tiefgarage des benachbarten Grundstücks.
Verkäufer der Liegenschaft ist eine Tochtergesellschaft der Munich Residential GmbH mit Sitz in Pöcking bei München. Die Munich Residential GmbH ist ein Joint Venture zwischen der Krulich Immobilien Gruppe und der Firmengruppe Opfergeld. Die Munich Residential GmbH hat das Objekt in den vergangenen zwölf Monaten umfassend saniert und die Mietverhältnisse neu strukturiert. Die Transaktion wurde durch die Colliers International Deutschland GmbH vermittelt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
10 Jahre Geistesblitz
Artikel in Das Band Ausgabe 03/2018
Eine Behinderung muss kein Handicap fürs Schachspielen sein – das bewiesen die knapp 60 Schachspielerinnen und -spieler, die beim großen Jubiläumsturnier in der Stiftung Pfennigparade gegeneinander antraten. Die Schirmherrschaft für das Turnier hatten Bahn-Chef Dr. Richard Lutz und Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan übernommen.
Den kompletten Artikel können Sie hier downloaden.
Entwickler kauft Liegenschaft
Die 6B47 Germany GmbH hat im Münchner Stadtteil Johanneskirchen eine rund 10.000 m² Bruttogrundfläche große Liegenschaft angekauft. Das deutsche Tochterunternehmen des International tätigen Projektentwicklers 6B47 Real Estate Investors AG realisiert auf dem Grundstück an der Freischützstraße/Johanneskirchner Straße eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe. Insgesamt entstehen voraussichtlich ca. 175 Wohneinheiten und ca. 15 Gewerbeeinheiten.
Den vollständigen Artikel des DEAL Magazins können Sie als PDF hier downloaden oder unter diesem Link finden: https://www.deal-magazin.com/news/75693/.
Fotorechte: 6B47 Real Estate Investors AG
Stolze Bilanz einer Schachstiftung
Artikel im Schachmagazin (Auszug)
Jahr für Jahr honoriert der Deutsche Schachbund mit der Verleihung des Deutschen Schachpreises „herausragende Verdienste um die Förderung des Schachs". Nicht bei jedem Preisträger war die Verleihung für jedermann einleuchtend, bei den meisten jedoch schon und ganz sicher war es 2016 der Fall, als Roman Krulich den Preis entgegennehmen durfte. Der Immobilienunternehmer war nämlich maßgeblich daran beteiligt, dass über seine sozial engagierte Schachstiftung und durch das weitere Sponsoring der Münchener Schachakademie (MSA) tausende benachteiligte Menschen für das Schachspiel begeistert und gefördert wurden: Grundschulkinder in sozialen Brennpunkten, Autismus-Betroffene, Körperbehinderte, krebskranke Kinder und Jugendliche, junge Flüchtlinge sowie bedürftige Senioren.
Alles begann vor zehn Jahren, als die Ergebnisse einer vierjährigen wissenschaftlichen Studie der Uni Trier veröffentlicht wurden, mit einer überaus positiven Bilanz: Kinder, die eine Stunde Schachunterricht pro Woche erhalten, können sich besser konzentrieren, ihr Lese- und Sprachverständnis und ihre mathematischen Fähigkeiten sind überdurchschnittlich, sie entwickeln eine gute Sozialkompetenz und steigern insgesamt ihre Intelligenz. Daraufhin hatte sich in München eine Gruppe von Enthusiasten das Fernziel gesetzt: jedes Kind sollte die Möglichkeit bekommen, Schach zu lernen und von Schach zu profitieren. Der Weg zu diesem Ziel ist sehr lang, doch was „unterwegs" bereits erreicht wurde, ist beeindruckend.
Das didaktische Konzept heißt „Schach nach Königsplan", wurde von Großmeister Stefan Kindermann (Schöpfer des Managementstrategie-Tools Königsplan, das die Denkstrategien der Schachgroßmeister analysiert und für alle zugänglich macht) und der Nationalspielerin Dijana Dengler gemeinsam entwickelt und wird wie folgt beschrieben: ,,Es handelt sich um eine ganzheitliche Trainingsmethode, die mit Elementen wie Schachyoga, dem Konzentrationsspiel am Demobrett, Figurentheater, Schachquiz, Schachmathe u. v. m. alle Fähigkeiten spielerisch und ohne Druck fördert:'
Den Anfang machten Münchener Grundschulkinder an Brennpunktschulen, aus der recht bald die Kooperation mit brotZeit e. V. hervorging. Kurz darauf wurde in der Pfennigparade das erste langjährige Behinderten-Projekt gestartet. Inzwischen bereitet die Münchener Schachstiftung junge Migranten, darunter viele junge unbegleitete Flüchtlinge, auf ihren Schulabschluss und das Berufsleben vor.
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Spanischer Großmeister setzt sich im Foto-Finish durch
Artikel im Münchner Merkur
Francisco Vallejo Pons siegt im Münchner Weltklasse-Schachturnier vor Mitfavorit Nigel Short und der starken Anna Musitschuk.
Mit Francisco Vallejo Pons hat einer der drei Favoriten das Schnellschach-Turnier in München gewonnen. Der spanische Weltklasse-Großmeister setzte sich im stärksten Schach-Wettbewerb in der Stadt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit 8,5 Punkten durch. Vallejo Pons lag am Wochenende nur einen halben Zähler vor Mitfavorit Nigel Short und der überraschend starken Anna Musitschuk. Die Weltranglistendritte der Frauen blieb wie die beiden Herren der Schöpfung in den elf Runden ungeschlagen.
„Das war eine großartige Leistung von Anna", schwelgte Vallejo Pons in höchsten Tönen von der Ukrainerin. ,,Im direkten Duell versuchte ich alles und kämpfte hart um den Sieg - aber es reichte nicht", ließ der 34-Jährige die Partie gegen die acht Jahre jüngere Großmeisterin Revue passieren. ,,So war es ein Foto-Finish", befand Paco, wie der Iberer in Schachkreisen genannt wird, mit Blick auf seinen Sieg beim ersten „Krulich-Cup". Short hieb in dieselbe Kerbe: ,,Anna zeigte eine außergewöhnliche Leistung und verdiente sich den geteilten zweiten Rang." Seinen Platz an der Sonne hielt der 51-Jährige für unverdient. ,,Ich stand zweimal völlig platt und holte gegen Michael Bezold und Anna noch 1,5 Punkte. Dagegen haut Paco bei dieser kürzeren Bedenkzeit alle schwächeren Gegner sicher weg."
Hinter dem Trio folgte der erste Münchner: Bezold zeigte in den Partien mit nur 20 Minuten Bedenkzeit (plus zehn Sekunden Bonus pro ausgeführtem Zug) eine ausgezeichnete Leistung. Der Spitzenspieler des FC Bayern in der Bundesliga holte ausgezeichnete sieben Punkte und unterlag lediglich Vallejo Pons und unnötig gegen Short. Der dritte Topfavorit blieb so hinter dem 44-jährigen Bezold: Öterreichs Ass Markus Ragger musste sich mit sechs Punkten und Rang fünf zufrieden geben. Das reichte knapp, um die erste Ex-Weltmeisterin auf Distanz zu halten: Antoaneta Stefanowa (5,5) landete zwischen der älteren Musitschuk Schwester und der jüngeren, der 24-jährigen Marija. Die zweite ehemalige Weltmeisterin kam als Siebtplatzierte wie Stefan Kindermann auf fünf Zähler.
Dicht dahinter folgten seine Bundesliga-Vereinskameraden von MSA Zugzwang, Gerald Hertneck und Stefan Bromberger (je 4,5). Eine Kluft tat sich dann noch zu Sabrina Vega Gutierrez auf, die Organisator Roman Krulich von seinem letzten gesponserten Turnier aus Gran Canaria her kennt. Die Spanierin kam auf drei Zähler. Weit abgeschlagen endete die 18-jährige iranische Nachwuchshoffnung Dorsa Derakhshani (1), die lediglich zwei Remis retten konnte.
Die Topplatzierten hoffen wie viele Fans in der Landeshauptstadt auf eine Fortsetzung des Krulich-Cups. ,,Der Wettbewerb war sehr gut organisiert. Es hat echt Freude bereitet, daran teilzunehmen", lobte Short. ,,Die Organisation war großartig. Hier, waren Fachleute am Werk, hier stimmte jedes Detail", befand Vallejo Pons und adelte die Premiere mit den Worten: ,,Das ist definitiv eines der besten Turniere der Szene!"
Text: Hartmut Metz
Fotos: David Llada aus Bilbao
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